Digitales Geschichtsbuch

Projekt der Klasse 10b

Die 1950er Jahre

n Europa wurde diese Zeit geprägt durch Vertreibungen aus den polnischen und ehemaligen deutschen Ostgebieten und aus dem Balkan sowie vom Überlebenskampf in den durch jahrelangen Bombenkrieg und Bodenkämpfe zerstörten Städten. Es herrschte große Wohnungsnot und Hunger. Millionen früherer Zwangsarbeiter, Kriegsgefangener und Verschleppter irrten als Displaced Persons heimatlos in Europa umher. Die Demographie mehrerer Länder in Mittel- und Osteuropa war wegen hoher Kriegsverluste (insbesondere von Männern im arbeitsfähigen Alter) nachhaltig geschädigt. Unzählige körperlich und psychisch versehrte Überlebende kamen hinzu. Während es in Europa außerhalb des Ostblocks ab den früheren 1950er Jahren („Korea-Boom“) meist zu einem schnellen wirtschaftlichen Aufschwung (Konjunktur) kam, ging der Wiederaufbau der Sowjetunion, der DDR und der anderen Ostblockstaaten deutlich langsamer vonstatten.

Trotz zahlreicher Kriege und bewaffneter Konflikte in der ganzen Welt standen sich in Europa während des Kalten Krieges die beiden gegnerischen Machtblöcke bis zum Beginn der 1990er Jahre ohne militärische Auseinandersetzungen gegenüber („Atompatt“). Zum oft befürchteten Dritten Weltkrieg kam es nicht.

Die letzten Elemente, die mit der Nachkriegszeit in Verbindung standen, verschwanden unwiderruflich beim Abzug der letzten Alliierten in Berlin im September 1994.[1]

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