Digitales Geschichtsbuch

Projekt der Klasse 10b

Gesellschaft und Kultur DDR

Anfang der Fünfziger gab es nicht nur starke politische Veränderungen, sondern auch gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen. Die Gesellschaft wurde unteranderem durch die Mauer und somit durch die Einschränkungen und auch durch die Politik verändert. Vor allem in der Gesellschaft in der DDR, die durch hohe Essenskosten und vieles mehr viele Einschränkungen hatten, machte sich dies bemerkbar.

Am 24.März.1950 wurde in Ostberlin die Deutsche Akademie der Künste gegründet. Da die Akademie den Krieg nicht überstand und nun Westen und Osten geteilt war, wurde auf beiden Seiten der Mauer eine Akademie gegründet.

Am 15.10.1950 fanden die 1. Volkskammerwahlen und die Wahlen für Land-Kreistagen und Gemeindevertretungen in der DDR statt. Da es nur eine Wahlliste der Nationalen Front gab, wählten 99,7% aller Wähler für die Abgeordneten der Nationalen Front.

Am 04.04.1950 wurde, durch vom DDR-Ministerium für Volksbildung ausgesprochene Verbote, die Freiheit der DDR-Bürger noch weiter eingeschränkt. So wurde das Abspielen von anglo-amerikanischer Tanzmusik zum Beispiel in der Öffentlichkeit verboten.

Am 01.05.1950 trat das „Gesetz der Arbeit´´ in der DDR in Kraft. Obwohl darin die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Entlastung der Frauen an der Hausarbeit festgelegt wurde, änderte sich für die Frauen erstmal nur die Gesetzesgrundlage. Weiterhin wurden diese lieber am Herd als in einem Büro gesehen.

Vom 05.-19.08.1951 fanden zum ersten Mal in der DDR die „3. Weltfestspiele der Jugend und Studenten´´ statt. Offiziell nahmen ca. 2 Millionen Jugendliche aus der DDR und BRD wie 26.000 Delegierte aus 104 Ländern an diesen kulturellen, politischen und sportlichen Spielen teil.

Ein Bild aus einer Schule in der DDR

Knapp einen Monat später, 01.09.1951 wurde die „Zehnjahresschule´´ in der DDR eingeführt. Daraufhin mussten die Kinder 10 Jahre in der Schule Polytechnischen Unterricht von Montag bis Samstag  machen.

05.07.1952 war der Start des ersten Händel-Festspieles, ein sehr großes Musikfestspiel, in der DDR. Außerdem wurde an diesem Tag das Museum für Deutsche Geschichte im ehemaligen Zeughaus in Ost-Berlin eröffnet.

Von 26. – 27.05.1952 wurde eine Sperrzone von ca. 5km Breite auf der Seite der DDR an der Grenze zur Bundesrepublik gezogen. Dadurch mussten tausende Anwohner ihre Häuser verlassen und umziehen.

Am 04.02.1952 wurde der DDR-Schriftsteller Johannes R. Becher in Moskau mit dem „Internationalen Stalinpreis für die Festigung des Friedens zwischen den Völkern´´ ausgezeichnet.

16.06.1952 traten 80 Bauarbeiter der Ost-Berliner Stalinalle in den Ausstand. Sie protestierten gegen die im Mai angeordneten Arbeitsnormenerhöhung. Dadurch entstand eine Großdemonstration von rund 10.000 Menschen, die sich in Richtung des Regierungsgebäudes in der Leipziger Straße bewegten.

Nur einen Tag später weitete sich der Streik auf 72 Städte und viele Ortschaften in der DDR zum Aufstand gegen das kommunistische Regime aus. Viele der Demonstranten wurden durch sowjetische Soldaten und die DDR-Volkspolizei gewaltsam aufgelöst. Insgesamt wurde über 167 Städte der Ausnahmezustand verhängt.

Am 18.06.1952 wurden daraufhin ca. 20.000 Personen aus Ost-Berlin, Leipzig, Magdeburg und Jena vorübergehend in Haft genommen. Von ihnen wurden ca. 29 Personen von sowjetischen Standgerichten hingerichtet und mindestens 1.400 zu mehrjährigen Freiheitstrafen verurteilt.

Am 06.10.1952 wurde der Bildhauer und Graphiker Fritz Cremer mit dem Nationalpreis für Kunst und Literatur der DDR ausgezeichnet.

Seit dem 09.03.1953 ,an dem die Uraufführung des Films „ Ernst Thälmann- Sohn seiner Klasse´´ aufgeführt wurde, galt eine Besuchspflicht für diesem Film. Alle Schulklassen und Betriebe der DDR mussten sich diesen und den 1955 erstmals gezeigten zweiten Teil anschauen.

Von 27. – 29.06.1954 wurden bei einer Volksbefragung in der DDR Bürger zu „Friedensvertrag oder EVG´´ befragt. Es entschieden sich 93,5% für den Friedensvertrag.

Am 17.10.1994 erhielten die Einheitslisten bei den Volkskammerwahlen in der DDR 99,46%. Allerdings war mit dem Ergebnis schon im Voraus zu rechnen, da die Einheitslisten von der Partei vorgegeben wurden und die Wahlen öffentlich, d.h. nicht geheim, waren. So traute sich keiner sich selbst aufstellen zu lassen oder einen anderen zu wählen.

Am 13.11.1954 gab es einen Aufruf des neugegründeten „Zentralen Ausschusses für Jugendweihe´´ zur Einführung der Jugendweihe in der DDR an Eltern und Erzieher.

Am 01.05.1955 war das erste öffentliche Auftreten der bewaffneten Verbände der Kampfgruppen der DDR-Betriebe bei den Mai-Demonstrationen in Ost-Berlin. Die Verbände wurden auch „Kampfgruppen der Arbeiterklasse´´ genannt. Viele Bürger nahmen an dieser Demonstration teil.

Vom 11. – 17.09.1955 fand die erste „Kultur- und Dokumentarfilmwoche“ in Leipzig statt. Organisiert wurde die Woche vom „Club der Filmschaffenden der DDR“ und dem „Rat der Stadt“. Die anfangs kleine Veranstaltung wurde ab 1960 zu einem der wichtigsten internationalen Filmfestivals der DDR.

Am 03.01.1956 war der offizielle Beginn in der DDR des offiziellen Programms des „Deutschen Fernsehfunks´´

Ab dem 04.02.1956 nahm die staatliche Fluggesellschaft der DDR unter dem Namen „ Deutsche Lufthansa´´ ihren Betrieb auf. Somit konnten sich die reichen Bürger der Gesellschaft Flüge leisten. Später wurde die Fluggesellschaft in „Interflug´´ umbenannt.

Am 02.01.1958 ordnete das Ministerium für Kultur der DDR an, dass die Erscheinungen der „westlichen Dekadenz´´ in der Unterhaltungs- und Tanzmusik in der DDR bekämpft werden müssten. Somit gab es für die Gesellschaft nur bestimmte Musikrichtungen und Lieder, die auf keinen Fall etwas mit der westlichen Musikrichtung zu tun haben durfte.

Am 16.11.1958 fanden Wahlen in der DDR zur Volkskammer und zu den Bezirkstagen statt. Von allen wahlmündigen Bürgern erhielten die Einheitslisten 99,7% der Stimmen.

Am 15.04.1959 wurden in Dresden fünf Studenten zu Zuchthausstrafen bis zu zehn Jahren verurteilt.  Die Studenten protestierten gegen die politischen Verhältnisse in der DDR.

Am 24.04.1959 stand die 1. Bitterfelder Konferenz über kulturpolitische Probleme unter dem Motto: „Greif zur Feder, Kumpel! Die sozialistische Nationalkultur braucht Dich!“. Am selben Tag wurde in Frankfurt/Main das Haus der „deutschen Bibliothek´´ eingeweiht. Es sollte bis zur Wiedervereinigung Deutschlands die Aufgabe einer Nationalbibliothek erfüllen.

Eins der ersten Bilder von dem Sandmännchen

Am 22. November 1959 wurde  der Ost-Sandmann acht Tage vor dem West-Sandmann das erste Mal im Fernsehen ausgestrahlt. Obwohl das Sandmännchen eigentlich von dem Westen erfunden wurde und diese dem Osten von ihrer Idee erzählten, entwickelten einige Leute aus dem Osten über Nacht ein Sandmännchen, das dem West-Sandmann sehr ähnlich war. Noch immer ist der Ost-Sandmann die Grundlage für das Sandmännchen heutzutage.

https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1959.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1958.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1957.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1956.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1955.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1954.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1953.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1952.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1951.html
https://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1950.html
https://www.prüfung-ratgeber.de/2019/01/die-unterschiede-zwischen-brd-und-ddr-im-vergleich-tabelle/
https://www.bpb.de/izpb/10124/gesellschaftliche-entwicklung
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/sandmaennchen-in-ost-und-west-der-unterschied-1743771.html

Theme von Anders Norén