Digitales Geschichtsbuch

Projekt der Klasse 10b

Die 1980er Jahre

Internationale Ereignisse

  • 1980 : Bundestagswahl: Franz-Josef Strauß aus der CDU geht in die Bundestagswahl gegen Helmut Schmidt aus der CDU. –> Helmut Schmidt gewinnt erneut.
  • 1980: Die Grünen werden gegründet –> sie formieren sich als neue Bündnispartei zu der Bundespartei.
  • 1981: Breschnew besucht die BRD: der sowjetische Staats- und Parteichef Breschnew besucht zum Dritten mal den Staat in der BRD.
  • 1982: Die Internationale Union gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten  erklärt den 24. März zum Welttuberkulosetag.
  • 1982: 2. April – 20. Juni war ein Krieg zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich –> Falklandkrieg
  • 1984: Die Hungerkatastrophe in Äthiopien löst eine Welle der Hilfsbereitschaft aus
  • 1985: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär der KPdSU (Kommunistische Partei er Sowjetunion).
  • 1986: Die USA verhängen gegen Libyen nach einer Attentatsserie ein Wirtschaftsembargo und fliegen Luftangriffe auf Tripolis und Bengasi.
  • 1986: Nach 73 Sekunden endet der NASA-Weltraumflug STS-51-L in einer Katastrophe und geht als Challengerunglück in die Geschichte ein.
  • 1986: Am 26. April explodiert ein Atomreaktor in Tschernobyl
  • 1986: Großdemonstration gegen Raketenstationierung im Hunsrück (Pydna)
  • 1986: Waldheim-Debatte in Österreich (Es wird vermutet, dass Kurt Waldheim an Kriegsverbrechen in er Zeit des Nationalsozialismus beteiligt war).
  • 1988: Flugtagsunglück von Ramstein in der USA (Nach einer Kollision in der Luft stürzten drei Flugzeuge über der Air Base ab. Eines der Flugzeuge rutschte brennend ins Publikum, ein zweites traf einen in Notfallbereitschaft stehenden Hubschrauber).
  • 1988: George H. W. Bush wird Präsident der USA.
  • 1989, 3./4. Juni: In China werden monatelange Studentenproteste durch das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens gewaltsam beendet.

https://www.bpb.de/apuz/214857/typische-jahre-nach-dem-boomhttps://www.wiwo.de/bilder/deutschland-die-80er-tschernobyl-und-mauerfall/4725376.html

Geschichte der BRD

  • 1980
  • Gründung der Partei Die Grünen
  • Wahl zum 9. Deutschen Bundestag –> Koalition von SPD und FDP
  • Erste Aktion von Greenpeace in Deutschland –> Umweltschützer hindern das Dünnsäure ins Meer gekippt wird
  • Ein Anschlag auf das Oktoberfest –> Bombenanschlag in München mit 13 Toden
  • Protest gegen die Startbahn am Frankfurter Flughafen –> durch die neue Startbahn sollen viele Bäume gefällt werden
  • 1981
  • Der Häuserkampf in Hamburg bei dem jugendliche leerstehende Häuser in der Hafenstraße einnehmen
  • Hausbesetzungen in Berlin
  • Innerdeutsches Gipfeltreffen –> Entspannungspolitik wird vom Bundeskanzler Hellmut Schmidt weitergeführt und außerdem trifft er sich mit dem Staats- und Parteichef der DDR
  • 1982
  • Die Koalition von SPD und FDP scheitert bei dem Streit um den Bundeshaushalt –> Bundesminister der FPD treten geschlossen zurück
  • Helmut Kohl wird von CDU und FDP gewählt
  • Helmut Kohl wird Bundeskanzler –> leitet die CDU Christlich-demokratische Union)
  • SPD und CDU sind die großen Parteien der Bundesrepublik
  • Kohl bildet mit der etwas kleineren Partei, der FDP, eine neue Regierung
  • 1983
  • 10. Bundestag wird gewählt –> die Grünen ziehen in den Bundestag ein
  • Presseskandal um Hitlers Tagebücher, die durch den „Stern“ veröffentlicht wurden
  • Zwei Bürger sterben beim Grenzübergang von Ost und West –> Verhältnis verschlechtert sich
  • Neue Partei wird gegründet –> Die Republikaner : Sie sind antidemokratisch und nationalistisch
  • 1984
  • Richard von Weizsäcker wird zum Bundespräsidenten gewählt –> er ist der 6. Bundespräsident und ist von der CDU
  • Streiks um die 35-Stunden-Woche für die Arbeiter in den Gewerkschaften –> Sie einigen sich auf 38,5 Stunden
  • 1985
  • Schengener Abkommen –> Nach und nach sollen die Grenzen in Europa geöffnet werden
  • In Hessen kommt es zur ersten rot-grünen Koalition –> Joschka Fischer wird der erste grüne Minister
  • 1986
  • Katastrophe von Tschernobyl –> schwerer Unfall im Atomkraftwerk in Ukraine
  • Radioaktive Strahlungen kommen bis nach Deutschland
  • 1987
  • Staatbesuch Erich Honeckers –> zum ersten mal auf bundesdeutscher Seite
  • Wahl zum 11. Bundestag –> CDU regiert weiter
  • 1988
  • Flugtagunglück von Ramstein
  • –> drei Maschinen stürzten in die Zuschauermenge
  • Einem Frauenarzt wird vorgeworfen ungesetzliche Abtreibungen vorgenommen zu haben –> Darauf wecken die Medien große Interesse
  • Wegen einer umstrittenen Rede tritt der Präsident des deutschen Bundestages (Philipp Jenningers) zurück.
  • Ein Banküberfall mit Geiselnahme und Verfolgungsjagd, der sich in Gladbeck abspielt –> 2 tote Geiseln und ein toter Polizist
  • Eine Tiefflugübung führt zu einem großen Unglück, da die Maschine abstürzt und in einem Wohngebiet ladet –> Parteien fordern die Verringerung dieser Flüge
  • 1989
  • Mauerfall am 9. November

Prägende Persöhnlichkeiten der 80er Jahre

Helmuth Schmidt:

Helmut Heinrich Waldemar Schmidt war ein deutscher Politiker der SPD. Von 1974 bis 1982 war er als Regierungschef einer sozialliberalen Koalition. Und nach dem Rücktritt Willy Brandts der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1961 war Schmidt Senator der Polizeibehörde in Hamburg.

Am 1 Oktober 1982 endete die Kanzlerschaft durch ein konstruktives Misstrauensvotum. Mit den Stimmen der CDU und CSU. Danach Helmuth Kohl.

Helmuth Kohl:

Helmut Josef Michael Kohl war ein deutscher Politiker der CDU. Er war von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz. Er führte von 1982 bis 1998 als sechster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland eine CDU/CSU/FDP-Koalition und ist damit der Amtsinhaber mit der längsten Dienstzeit.

Zitat: Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.

Hans- Dietrich Genscher:

Außenminister in der FDP

30 September 1989 alle ddr flüchtlinge in den deutschen botschaften in Prag und Warschau durften nach Hause. Nachdem sie mehrere Jahre dort Zuflucht gesucht hatten und teilweise weder wussten wie es ihren Familien geht. Es konnten an diesem Tag über 5000 Menschen zurück kehren.

Zitat: Wir sind heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist.

Johannes Paul II :

Der erste Papstbesuch den Deutschland in den letzten 200 Jahren. Er sagte: “ Ich bin in die Bundesrepublik Deutschland gerade in dem Jahr gekommen, in welchem unsere evangelischen Brüder und Schwestern das Gedächtnis an die vor 450 Jahren verkündete Confessio Augustana gefeiert haben. Möge hier, wo die Reformation ihren Anfang nahm, auch das Bemühen sich verdoppeln, in Treue zum einzigen Herren der Kirche und seiner Botschaft zu wirken“ .

Für viele Deutsche war das sehr wichtig da es ihnen das Gefühl von intigrität gab.

https://www.dw.com/de/papst-johannes-paul-ii-besucht-die-bundesrepublik-deutschland-in-den-tagen-15-19111980/a-4874319

https://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-die-80er-jahre_aid_175866.html

https://www.focus.de/politik/deutschland/60-jahre-bundesrepublik/80er-jahre-schimanski-dallas-mauerfall_aid_378850.html

Geschichte der DDR

Gliederung

  1. Einführung
  2. Innenpolitik
  3. Rechtssystem
  4. Wirtschaft
  5. Gesellschaft
    1. Demonstrationen und Flüchtlingswelle
  6. Mauerfall und Wiedervereinigung
  1. Einführung:

Anfang der 80er-Jahre hatte die DDR bereits etwa 30 Jahre Bestand. Somit hatte sich im Staat Vieles eingespielt und zur Normalität entwickelt. Für viele Bürger der DDR war ein gutes Leben möglich, allerdings gab es auch etliche, die insbesondere die Politik infrage stellten. Anfang der 80er-Jahre gab es jedoch zunehmend Probleme – es entwickelte sich eine politische und wirtschaftliche Krise.

Im Folgenden beschäftige ich mich mit der innenpolitischen sowie gesellschaftlichen Situation im Laufe der 80er-Jahre.

2. Innenpolitik

In der DDR herrschte keine Demokratie, es gab nur eine herrschende Partei. Die DDR stand unter Führung der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Generalsekretär der SED in der Zeit der 80er Jahre war Erich Honecker. Die SED war das ,,ausführende Organ der Volkskammer“. Außer der SED gab es noch vier, der SED angehörige Blockparteien. Diese vier Blockparteien waren die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU), die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD), die National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) und die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DPD). Ziele der SED waren hauptsächlich eine Einklassengesellschaft und eine Einheit von Wirtschaft und Sozialpolitik.

Die Berliner Mauer war überall, und vor allem an den Grenzübergängen streng bewacht. Um als Westdeutscher Staatsbürger in die DDR zu können, muss man einen Mindestumtausch zahlen. Am 09.10.1980 wurde dieser Mindestumtausch sogar noch von 13 auf 25 DM erhöht.

Am 13.10.1980 hielt Honecker eine Rede, in der er die Anerkennung der DDR als eine eigene Staatsbürgerschaft fordert. In dieser sogenannten ,,Abgrenzungsrede“ trennt er die DDR nochmals deutlich von der BRD ab  und fordert die BRD sogar auf, keine Pässe mehr für DDR-Bürger zu erstellen.

Das Parlament der DDR war die Volkskammer, die Volksvertretung. Jedoch waren die Wahlen nicht immer ganz ehrlich, wie sich nach Ende der DDR herausstellte. Am 14.06.1981 fand die achte Volkskammerwahl statt, bei der die NF-Abgeordneten (NF – Nationale Front) 99,86 % der Stimmen erhielten. Die NF war eine rechtsextreme Partei. Sowie auch 1986 die neunte Volkskammerwahl mit 99.94% der Stimmen. Erst Jahre später war es offiziell, dass diese Angaben gefälscht waren.

Im März 1982 brachte die Volkskammer ein neues Wehrpflichtgesetz heraus, welches zur zunehmender Militarisierung beitrug. So sollten die Kinder und Jugendlichen schon in den Schulen auf den Wehrdienst vorbereitet werden und die Vorbereitung zum Wehrdienst wurde zu einem grundlegenden Bestandteil der Erziehung.

3. Rechtssystem

Das Rechtssystem in der DDR war, wie fast alles andere auch, von der SED abhängig. Selbst die Gerichte unterstanden der SED. Zudem war es ein Stasi-Staat. Die Stasi (Staatssicherheit) war ein Geheim- bzw. Nachrichtendienst. Menschen wurden überwacht, verhört, festgenommen oder sogar gefoltert.

Bis 1987 gab es in der DDR auch die Todesstrafe. Eine Vielzahl von Straftaten, vor allem Kriegs- und Schwerverbrechen sowie Spionage wurden mit dem Tode bestraft. Bis 1968 erfolgten die Hinrichtungen mit dem Fallbeil, danach durch Erschießen mit einem unerwarteten Schuss. Die meisten Opfer wurden daraufhin anonym eingeäschert.

4. Wirtschaft

Anfangs der 1980er Jahre herrschte in der DDR vielerorts Chaos und Verzweiflung. Viele Rohstoffe waren knapp. Die DDR steckte in einer wirtschaftlichen Krise. Immer wieder gab es Versorgungsengpässe.

1983 drohte der DDR ein Staatsbankrott. Die DDR war hoch verschuldet und praktisch zahlungsunfähig. Von ihrem Verbündeten, der Sowjetunion, bekamen sie keine Hilfe. Deshalb wandten sie sich an den größten Feind, die BRD. Ein Milliardenkredit aus dem Westen war die Rettung. Franz-Joseph Strauß, der den Deal einfädelte, war ein deutscher Politiker der CSU. Strauß forderte im Gegenzug z.B. dass Schussanlagen an den Grenzen abgebaut werden mussten und dass Familien leichter zusammengeführt werden können.

5. Gesellschaft

Nach und nach gibt es immer mehr Unzufriedenheit bei den Bürgern der DDR. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht und auch mit der politischen Situation sind viele nicht mehr einverstanden. Es bildeten sich zunehmend Organisationen und Gemeinschaften, welche für den Frieden und bessere Lebensbedingungen einstanden.

a. Demonstrationen und Flüchtlingswelle

1984:  Immer mehr Menschen haben mitbekommen, dass die Bürger in der BRD unter ,,besseren“ Bedingungen leben und dass man dort auch freier ist und freier seine Meinung sagen darf. So versuchten nach und nach immer mehr aus der DDR zu fliehen. Da die Mauer aber durchgängig überwacht wurde, wurden einige Menschen erschossen. Das schreckte sehr viele von der Flucht ab. Doch mit der Zeit suchten immer mehr Zuflucht in der ständigen Vertretung um von dort aus ihre Ausreise zu erzwingen. Nach Verhandlungen kam man zu einem Kompromiss, sodass die DDR- Bürger die ständige Vertretung verlassen mussten, im Gegenzug wurde ihnen aber die Bearbeitung des Ausreiseantrags zugesichert. Und tatsächlich durften nach und nach alle Besetzer in die BRD einreisen.

Daraufhin wollten immer mehr Menschen ausreisen. Es entwickelte sich eine Flüchtlingswelle.

Als Ungarn 1989 als erstes osteuropäisches Land seine Grenzen öffnete, kam es erneut zu einem großen Flüchtlingsstrom. Die Bürger hofften, dass die über Ungarn in die BRD flüchten können.

1989: gegen die Fälschung der Wahlen wurden viele Proteste aufgeführt. Als sich diese ausweiteten strich die SED alle Oppositionelle, sowie Bürger, die nicht an den Wahlen teilgenommen haben aus der Wählerliste. An der Wahl hatten sich viele nicht beteiligt. Die Wahlbeteiligung wurde zwischen 60 und 80% geschätzt und  die Gegenstimmen lagen bei circa 30%. Trotzdem wurde eine Beteiligung von 99% und Gegenstimmen von einem Prozent angegeben. Somit war die Wahlfälschung offiziell. Daraufhin gab es zahlreiche Proteste der Bürger.

Ab dem 4. September begannen die Montagsdemonstrationen, welche die Reisefreiheit und das Ende der SED forderten. Immer mehr Bürger beteiligten sich an den Demos. Die Sicherheitskräfte versuchten gewaltsam, die Demos zu stoppen und zu verhindern. Als sich im Oktober bis zu 120 000 Bürger beteiligten, hielten sich die Sicherheitskräfte aufgrund der Masse zurück.

Während sich der Widerstand immer weiter ausbreitete, wurde am 7. Oktober der 40. Jahrestag der DDR groß gefeiert.

6. Mauerfall und Wiedervereinigung

Am 09. November fand eine internationale Pressekonferenz statt, welche auch im Fernsehen und Radio in der DDR übertragen wurde. Es wurde live bekannt gegeben, dass nun Reisen ins Ausland ohne Voraussetzungen erlaubt waren und es jedem DDR- Bürger ohne weiteres erlaubt war über die Grenzpunkte auszureisen.

Noch am selben Tag strömten tausende DDR- Bürger von Ostberlin nach Westberlin – die Mauer war offen!

Theme von Anders Norén